Dünenpark 2.0 – Ideen für den Strand von morgen vorgestellt

Im Sommer barfuß durch den Sand, den Blick aufs Meer gerichtet und einfach den Tag genießen. Doch nur wenige Monate später zeigt sich am Strand oft ein ganz anderes Bild. Sturmfluten bringen zwar manchmal kleine Schätze an Land, nehmen aber Jahr für Jahr auch große Mengen Sand wieder mit hinaus. Eine Herausforderung, die Heiligenhafen schon lange beschäftigt. Neue Buhnen werden künftig dabei helfen, unsere Küste besser zu schützen, gleichzeitig möchten wir den Strand aber auch als Aufenthaltsort weiterdenken. Deshalb beschäftigen wir uns seit mehreren Jahren mit einer zentralen Frage: Wie können wir unseren Strand langfristig schützen und ihn gleichzeitig noch erlebbarer machen?

Bereits 2022 wurden gemeinsam mit interessierten Bürgern Ideen für eine mögliche Weiterentwicklung gesammelt. Rund 100 Vorschläge gingen damals im Rahmen einer Postkartenaktion ein und wurden anschließend in einer „Dünenwerkstatt“ diskutiert und weiterentwickelt. Daraus entstand die Idee für den heutigen Dünen-Kurpark.
Nun wurde im Pavillon am Ostsee-Ferienpark am 11. Mai ein weiterentwickeltes Konzept vorgestellt. Landschaftsarchitekt Martin Steinbrenner vom Planungsbüro SWUP präsentierte die Überlegungen im Auftrag von uns, den Heiligenhafener Verkehrsbetrieben (HVB). Ziel des Konzeptes ist es, Tourismus, Natur und Küstenschutz künftig noch stärker miteinander zu verbinden. Langfristig soll der Strand seiner natürlichen Entwicklung überlassen werden und die regelmäßigen Sandaufschüttungen möglichst reduziert werden.

Das vorgestellte Konzept umfasst künftig den Bereich zwischen DLRG-Station und Hundestrand und basiert auf drei zentralen Bausteinen:

Dünenerlebnissteg
Ein rund 450 Meter langer, barrierefreier Steg soll künftig hinter den Dünen verlaufen und neue Perspektiven auf Strand und Ostsee schaffen. Aufenthaltsbereiche, Sitzmöglichkeiten sowie verschiedene Erlebnis- und Begegnungsflächen sollen zum Verweilen einladen. Besonders der barrierefreie Blick auf die Ostsee sowie die geplante Trennung von Rad- und Spazierweg sollen künftig für mehr Komfort entlang des Steinwarders sorgen. Zusätzlich sind Flächen für Strandkörbe, kleine Aufenthaltsbereiche und neue Möglichkeiten für einen entspannten Aufenthalt direkt an den Dünen vorgesehen.

Dünen-Kurpark
Auch die bisherigen Ideen zur Weiterentwicklung des Dünenparks bleiben Teil der Planung. Vorgesehen sind neue Bereiche für Bewegung, Spiel und gemeinsames Verweilen. Darunter Sport- und Fitnessflächen, urbane Bewegungsangebote, Spielbereiche für verschiedene Altersgruppen sowie ein Grillplatz. Damit soll der Bereich künftig noch stärker zum Treffpunkt für Familien, Spaziergänger und alle werden, die ihre Zeit gerne draußen verbringen.

Badesteg und DLRG-Station
Ergänzend wurden mögliche Überlegungen für einen Neubau des Badestegs sowie der DLRG-Station vorgestellt.

Wichtig dabei: Das Projekt befindet sich weiterhin in einer frühen Planungsphase. In den kommenden Monaten werden die politischen Gremien über das weitere Vorgehen beraten. Ab Juni soll entschieden werden, ob die Planungen in dieser Form weiterverfolgt werden.

Fest steht aber schon jetzt: Mit dem Dünenpark 2.0 wird nicht einfach nur ein Bereich neugestaltet. Es werden neue Ansätze gedacht, wie Strand, Küstenschutz und Aufenthaltsqualität langfristig miteinander verbinden werden können.

Schau dir hier die Präsentation zum Dünenpark 2.0 an.