DLRG Heiligenhafen

DLRG Heiligenhafen testet Wasserrettungsroboter „DOLPHIN III“

Zwei Wochen lang hatten die Rettungsschwimmer der DLRG-Station Heiligenhafen ein ganz besonderes Hilfsmittel im Einsatz: den Wasserrettungsroboter „DOLPHIN III“. Das Hightech-Gerät ist in Deutschland an wenigen Orten im Test – umso spannender war es für die Wachmannschaft, den Roboter im Alltag auszuprobieren.

Organisiert wurde der Test von Stephan Nachreiner, Wachführer der DLRG-Rettungswache Heiligenhafen. Er sieht im „DOLPHIN III“ eine wertvolle Unterstützung: „Das Gerät ist schneller als jeder Rettungsschwimmer und kann uns in kritischen Situationen wichtige Sekunden verschaffen.“

Zwei Jetski-Antriebe bringen ihn auf bis zu 25 km/h (5,2 Meter pro Sekunde). Mit dieser Kraft kann der Roboter Lasten von bis zu 250 Kilogramm bewegen – genug, um eine verunglückte Person sicher an Land zu ziehen. Gesteuert wird der „DOLPHIN III“ von Land oder Rettungsboot aus. Dank GPS findet er immer zurück: Verliert er das Signal, kehrt er automatisch an seinen Ausgangspunkt zurück. Selbst wenn er kentert, richtet er sich dank einer speziellen Technik von alleine wieder auf. Eine Kamera liefert den Rettern jederzeit ein Livebild.

Mit einer Reichweite von 800 Metern kann der Roboter auch dann eingesetzt werden, wenn Boote oder Rettungsschwimmer wegen hoher Wellen nicht mehr gefahrlos ins Wasser gehen können. So schützt der „DOLPHIN III“ nicht nur Menschen in Not, sondern auch die Helfer selbst.

Blick in die Zukunft

„Der Roboter ersetzt uns nicht – aber er ist eine ideale Ergänzung“, betont Nachreiner. „Wir haben in den 14 Tagen gesehen, wie zuverlässig und schnell er arbeitet. In Ernstfällen kann das über Leben und Tod entscheiden.“

Neben den positiven Eindrücken gab es auch wertvolles Feedback für den Hersteller: Wünschenswert wären etwa eine verbesserte Gegensprechanlage, zusätzliche Warnlichter oder eine bessere Sichtbarkeit bei starkem Wellengang.

Am Ende der Testphase steht für die DLRG Heiligenhafen fest: Der „DOLPHIN III“ hat Potenzial, die Wasserrettung moderner und sicherer zu machen – und könnte schon bald häufiger an deutschen Küsten im Einsatz sein.